Eigentlich wäre es doch sehr einfach, sich fit zu halten, wenn man die nötige Zeit dafür hätte. Aber Arbeit, Kinder und Freizeitstress lassen einem nicht einmal Zeit für ein schnelles Workout zwischendurch. Ruft da nicht gerade der Geschirrspüler nach mir?
Wenn gezielter Sport nicht möglich ist
Zurzeit arbeite ich in einer Wohngemeinschaft für Jugendliche. Das ist ein spannender und herausfordernder Beruf – insbesondere wenn es darum geht, mich in irgendwelchen Kursen anzumelden. Denn meine Arbeitszeiten reichen teilweise bis in die Nacht hinein, ich muss flexibel einspringen und habe keine geregelten Arbeitstage. Wenn ich mir zuhause die Kinderbetreuung nicht teilen könnte, wäre es wohl schwer möglich, überhaupt noch zum Sport zu finden.
Oft ist es auch eine Frage der Priorität: Verbringe ich zwei Stunden in einem Fitnesskurs oder gehe ich mit meinen Kindern auf den Spielplatz?
Wenn geplantes Training dir schwerfällt, hast du immer noch die Option, Fitness als Teil deines Lebens zu betreiben. Statt dir Freiraum für ein dezidiertes Programm zu schaffen, trainierst du im Alltag. Möglichkeiten dazu gibt es zuhauf.
Beweg dich sportlicher
Sei es, dass du Treppen statt Aufzüge und Rolltreppen nimmst, eine Busstation zu Fuß gehst oder die Einkäufe zu Fuß erledigst. Jeder unmotorisierte Schritt tut dem Körper gut und dabei kannst du deine Kinder gleich mitnehmen und ihnen ein Vorbild sein.
Warum sollte man zum Spielplatz fahren, wenn man auch gehen kann? Wandert zur Eisdiele, damit ist die süße Belohnung auch hart erarbeitet. Und Wartezeiten an Bushaltestelle und co. verbringt man hüpfend, auf einem Bein stehend oder indem man Kniebeugen praktiziert. Why not? Es muss dir nicht peinlich sein, dass du sportlicher bist als andere.
Nutz deine Mittagspause effizient
In der Mittagspause sitzt du nur herum oder tratschst mit Kollegen? Geh doch eine Runde spazieren und iss dein Pausenbrot auf einer Parkbank. Vielleicht findest du auch einen netten Kollegen, mit dem du beim Gehen quatschen kannst.
Die meisten Berufe sind ohnehin schon sitzend. Es ist nur recht und billig, sich in der Mittagspause ausruhen zu wollen. Aber vielleicht wäre es sinnvoller, wenn dein Geist ruht und dein Körper, der die ganze Zeit schon stillstand, jetzt kurz aufdreht. Nur zehn Minuten würden für ein deftiges Krafttraining im Park reichen. Dadurch bist du auch gleich wacher, um nach der Pause effizient weiterarbeiten zu können.
Betreib Sport mit der Familie
Ja, ich kenne das Problem. Die coolsten Sportarten sind Kindern vorbehalten. Viele Vereine wollen an Meisterschaften teilnehmen und stellen hohe Leistungsanforderungen. Aber es gibt auch genügend, die geringere Ansprüche haben und Sport zum Spaß betreiben. Warum solltest du dort nicht hingehen? Meine ersten Schritte in der Akrobatik fanden unter lauter Volksschulkindern statt, später trainierte ich mit Jugendlichen. Vereine sind Erwachsenen gegenüber aufgeschlossener, als man glauben mag. Und wenn du mit deinen Kindern gemeinsam einen Kurs besuchst, macht es umso mehr Spaß. Kinder finden es nämlich unheimlich motivierend, zu sehen, wie wir Erwachsene uns mal bei etwas schwertun.
Tanz beim Arbeiten
Schon einmal beim Bodenwischen Musik aufgedreht? Für mich ist das Ausräumen des Geschirrspülers eine langweilige Tätigkeit, die immer gleichbleibend abläuft. Dabei kann sie richtig spaßig sein, wenn man sie mit Schwung ausführt. Ich drehe mir manchmal Musik auf, stelle die Tassen mit tänzerisch anmutenden Bewegungen in den Schrank, lasse die Teller in meine Hand gleiten, statt sie zu packen.
Das sieht vielleicht für Außenstehende dämlich aus, aber es macht Spaß. Tänzele durchs Leben. Mach weitausgreifende Schritte und Drehungen, wenn du den Tisch abräumst, und genieße dein Tun, statt es nur als Arbeit zu betrachten.








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